Aktive APT-Gruppen in Deutschland

https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Cyber-Sicherheitslage/Analysen-und-Prognosen/Threat-Intelligence/Aktive_APT-Gruppen/aktive-apt-gruppen_node.html

„APT“ steht für „Advanced Persistent Threat“. Dies ist ein Begriff, der in der Welt der Cyber-Sicherheit verwendet wird, um eine komplexe und zielgerichtete Art von Cyber-Angriff zu beschreiben.

  • Advanced (Fortgeschritten): APTs verwenden sehr ausgefeilte Methoden, um in Netzwerke einzudringen. Diese Techniken sind oft so raffiniert, dass sie herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen umgehen können.
  • Persistent (Hartnäckig): Im Gegensatz zu anderen Arten von Cyber-Angriffen, die kurzfristig sind, bleiben APTs oft über längere Zeit in einem Netzwerk unentdeckt. Die Angreifer arbeiten kontinuierlich daran, ihre Anwesenheit im Netzwerk zu verbergen und dort zu verweilen, um Informationen zu sammeln oder Schaden anzurichten.
  • Threat (Bedrohung): APTs stellen eine ernsthafte Bedrohung dar, da sie spezifisch und zielgerichtet sind. Oftmals sind die Ziele solcher Angriffe große Organisationen, Unternehmen oder sogar Regierungen. Das Ziel kann es sein, sensible Informationen zu stehlen, wichtige Daten zu sabotieren oder Spionage zu betreiben.

Zusammengefasst sind APTs hochentwickelte, hartnäckige und zielgerichtete Cyber-Angriffe, die für Organisationen und Institutionen eine große Bedrohung darstellen können. Sie erfordern fortgeschrittene Sicherheitsstrategien und -maßnahmen, um erkannt und bekämpft zu werden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat kürzlich wichtige Informationen zu Cyber-Angriffen und deren Urhebern veröffentlicht. Diese Aufstellung liefert wertvolle Einblicke in die Welt der Cyberkriminalität, die über rein finanziell motivierte Delikte hinausgeht und strategische Ziele verfolgt. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Hauptpunkte:

  • Nicht isolierte Ereignisse: Cyber-Angriffe zielen oft auf langfristige und strategische Ziele ab, ausgeführt von hartnäckigen Angreifergruppen.
  • Prägung der Bedrohungslage: Diese Gruppen sind ein wesentlicher Faktor in der Cyber-Bedrohungslandschaft. Ihre langfristigen Ziele machen die Bedrohungen verständlicher als zufällige opportunistische Angriffe.
  • Bessere Risikobewertung: Mit Kenntnissen über diese Gruppen können IT-Sicherheitsteams das Risikoprofil ihrer Unternehmen oder Institutionen effektiver bewerten.
  • Vorstellung der Angreifergruppen: Das BSI listet Gruppen auf, die in den letzten zwei Jahren in Deutschland oder Europa aktiv waren, inklusive ihrer Sektoren, Alias-Namen und besonderen Eigenschaften, die Detektion oder Vorfallsbereinigung beeinflussen.
  • Quellen der Liste: Zu den Quellen gehören Regierungsnetz-Detektionen, Vorfälle aus der BSI-Vorfallsbearbeitung und Meldungen von Partnern und Betroffenen.
  • Unvollständigkeit und Dunkelziffer: Die Liste ist nicht abschließend, teils wegen Vertraulichkeitsvereinbarungen und der professionellen Vorgehensweise der Angreifer.
  • Dynamische Anpassung: Die Liste wird regelmäßig aktualisiert, da sich die Ziele und Methoden der Angreifergruppen über die Zeit ändern können.

Diese Veröffentlichung des BSI stellt ein wichtiges Werkzeug für Fachleute im Bereich der IT-Sicherheit dar, um die aktuelle Cyber-Bedrohungslandschaft besser zu verstehen und sich entsprechend darauf vorzubereiten.

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